„Wer’s glaubt, wird selig“

Im gewöhnlichen Gebrauch dieser Redewendung steckt ein Missverständnis. Denn bei dem Glauben, der selig macht, geht es nicht darum, eine Geschichte für wahr zu halten oder irgendwelche Fakten einfach so zu akzeptieren. Beim Glauben geht es um eine Beziehung. An Gott glauben heißt, sich auf ihn einzulassen, ihm rückhaltlos zu vertrauen. „Du sollst deinen Gott lieben von ganzem Herzen“ (Matthäus 22,37), sagt die Bibel.

Keine Frage, dieses Glauben fällt uns schwer. Menschen streben nach Absicherungen und Garantien. Doch mit der Beziehung zu Gott ist es wie mit jeder anderen Lebensbeziehung auch: Es gibt Höhen und Tiefen, helle und dunkle Abschnitte. Glaube kann wachsen und abnehmen. Garantien gibt es keine. Der Glaube will – und kann – immer wieder neu gesucht und gefunden werden.

„Wer’s glaubt, wird selig“ – Letztendlich steckt in diesem Satz die ganze Wahrheit: Wer den Glauben für sein Leben entdeckt hat, der wird sein Leben als gelingend erfahren.

Verkündigung

Verkündigung findet in vielen Bereichen des Gemeindelebens statt. Natürlich im Kindergottesdienst und in der Konfiarbeit, aber mehr oder weniger bei allen kirchlichen Angeboten.

Zentrum der Verkündigung ist aber der Gottesdienst der Gemeinde. Dabei ist das nicht nur Sache der Pfarrerinnen, Pfarrer, Diakoninnen und Diakone. Am Gottesdienst sind auch Ehrenamtliche beteiligt, die zum Beispiel die Lesung übernehmen oder Abendmahl austeilen. Und auch die Gemeinde trägt zu einem gelungen Gottesdienst bei.

Martin Luther sprach vom „Priestertum aller Gläubigen“. Das Wort – die biblische Botschaft – in Worte fassen, in heutiger Sprache, für die heutige Zeit: das ist nicht nur eine interessante und verantwortungsvolle Aufgabe für Studierte, sondern auch für engagierte Mitglieder der Kirchengemeinde.

Es gibt in der Kirche auch nicht-ordinierte Gemeindemitglieder mit einer speziellen Ausbildung, die den sonntäglichen Gottesdienst gestalten können. Neben dem Interesse für die Sache und dem „Rüstzeug“ aus der Ausbildung bringen sie ihren ganz eigenen Hintergrund mit: ihre Lebens-, Berufs-, und Glaubenserfahrung. Aus der Mitte der Gemeinde, vor Ort, mitten in die Kirche.

Prädikant*innen schreiben ihre Predigten selbst und sind oft mit der Sakramentsverwaltung betraut. Sie dürfen in der Regel auch Abendmahlsgottesdienste leiten.

Lektor*innen haben eine kürzere Ausbildung. Sie halten sogenannte „Lesegottesdienste“. Dazu passen sie vorgegebene Gottesdienstentwürfe an die Gemeindesituation an.

Kirche lebt von einem regen Austausch und bietet daher die Möglichkeit, Prädikant*in oder Lektor*in zu werden. Mit zahlreichen Aus- und Weiterbildungsangeboten, in denen sie mehr zu Themen wie Predigtbearbeitung, Gesangbuch, Predigtlehre, Rhetorik erfahren, unterstützt ihre Kirche sie dabei, dafür auch gerüstet zu sein.

Sie haben Interesse an dieser Aufgabe oder Fragen? Wenden Sie sich gerne an Pfarrerin Manuela Reißig (Wettelsheim), die Ansprechpartnerin für diesen Bereich ist.

Begleitung im Leben

Leben aus Gottes Hand

Gott schenkt Leben. Und unsichtbar begleitet er uns. Wer an Gott glaubt, sieht die Ereignisse und Entscheidungen seines Lebens in Verbindung mit ihm: als Geschenk, als Grund zur Bitte und zur Klage, als Herausforderung, nach seinem Willen zu fragen und zu handeln.

Leben unter Gottes Segen

An den Knotenpunkten des Lebens hören und feiern wir Gottes Zusage, dass er uns annimmt und vergibt, dass er Leben schenkt und erhält – auch über den Tod hinaus – und dass er uns segnet.

Lebensphasen verändern den Glauben

Die äußeren Lebensverhältnisse und die unterschiedlichen Lebensphasen beeinflussen die Art, wie wir Christsein leben und den Glauben gestalten. Glaube bleibt lebenslanges Lernen.

Als Kirche begleiten wir Menschen in verschiedenen Lebensphasen – nicht nur, aber besonders, an wichtigen Stationen des Lebens:

Über die Regelungen in Ihrer Kirchengemeinde informieren Sie sich am besten auf der Seite Ihrer Kirchengemeinde.

Evangelische Jugend

Kirchenmusik

Singet und spielet dem Herrn!

Musik in der Kirche, ob traditionell oder modern, instrumental oder gesungen, spielt eine zentrale Rolle in der Verkündigung der frohen Botschaft. Sie ist als wichtiger Bestandteil kirchlichen Lebens nicht nur in jedem Gottesdienst zu hören, sondern auch in Konzerten und kirchlichen Veranstaltungen aller Art.

Die Chöre, Posaunenchöre und Bands freuen sich über neue Mitglieder. Fragen Sie in Ihrer Kirchengemeinde oder beim Bezirkskantor nach.

Orgelunterricht

Wir freuen uns über Nachwuchs. Kirchenmusikdirektor Raimund Schächer ist Ansprechpartner für den Orgelunterricht. Dieser ist qualifiziert und trotzdem preisgünstig. Falls Sie nicht wissen, ob Orgel für Sie das richtige Instrument ist, erhalten Sie vom Bezirkskantor fachkundige Beratung.

Eintreten!

Glaube braucht Gemeinschaft. Evangelische Christinnen und Christen treffen sich in Gottesdiensten, Bibel- und Gesprächskreisen um Glauben zu entdecken, zu Gott und zu sich selbst zu finden, sie pflegen Gemeinschaft in Kinder-, Jugend-, Frauen-, Männer- und Seniorengruppen, in Posaunen- und Kirchenchören, in zahlreichen evangelischen Veranstaltungen. Sie begegnen sich auf Gemeindeveranstaltungen und -festen, sie engagieren sich, gestalten mit und tragen Verantwortung. Dem Glauben und dem Leben dient unsere Kirche, indem sie Menschen unterstützt und zusammenführt. Auch Sie können Gemeinschaft, Zuwendung, Hilfe und Begleitung erfahren.

Als Kirchenmitglied gestalten Sie diese Gemeinschaft und werden von ihr getragen.

Wenn Sie erwägen oder sich entschlossen haben, in unsere Kirche (wieder-)einzutreten, stehen wir Ihnen in der Gemeinde vor Ort oder von Seiten des Dekanats gerne für ein Gespräch zur Verfügung. Antworten auf viele Fragen finden sie auch auf den Seiten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.